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Installation

Paul-Brown-Stadion wird mit individuell angefertigten RCF-Lautsprechern erneuert

Durrel Sports hat bei der Ausstattung der Heimspielstätte der Cincinnati Bengals mit RCF kooperiert, um für echten Concert Sound zu sorgen. Mit mehr als 580 RCF-Lautsprechern u.a. auch einigen Sonderanfertigungen wurde das Paul Brown Stadium wieder zu einer der bestklingenden Sportstätten in den USA. Alles wurde trotz der weltweiten Pandemie pünktlich geliefert und installiert.

In den letzten 20 Jahren traten die Cincinnati Bengals gegen ihre NFL-Rivalen im Paul Brown Stadium an, einer Arena mit 65.515 Plätzen, die schon immer großen Wert auf die Leistung und Qualität ihres Audiosystems gelegt hat. Bekannt durch Gigs von Künstlern wie Kenny Chesney und Guns N' Roses, ist das PBS, wie es von den Fans genannt wird, der Meinung, dass der Sound, der sich durch die Stadion- und Sitzbereiche zieht, auf allen Ebenen den Erwartungen an ein Konzert gerecht werden sollte, sei es am Spieltag oder bei besonderen Veranstaltungen.

Zu diesem Zweck wurde ein dreistufiges Projekt zur Erneuerung des ursprünglichen, 20 Jahre alten Audiokonzepts des Stadions abgeschlossen, das am 4. Oktober vor einer reduzierten Zuschauerzahl debütierte, als die Bengals die Jacksonville Jaguars besiegten. Das neue System wurde von Durrell Sports Audio Management aus Nashville, Tennessee, entwickelt und implementiert. Es ist eine Mischung aus hochwertigen Komponenten, modernem Audio-Processing und maßgeschneiderten Lautsprechern, die von RCF in Italien speziell für die Anforderungen dieser einzigartigen Anwendung produziert wurden.

"Das Paul-Brown-Stadion ist in puncto Audio anders als jedes andere im Land", erklärt John Horrell von Durrell. "Jeder Aspekt seiner Spieltagsproduktion, von einfachen Durchsagen bis hin zur Musik, ist so live, wie es nur sein kann. Hier gibt es nichts, was auch nur annähernd an eine aufgezeichnete TV-Show erinnert. Als wir mit der Aufrüstung des Audiosystems beauftragt wurden, war es uns daher wichtig, ein System zu entwickeln, das echte Spitzenleistung auf Konzert-Niveau bietet."

Das Upgrade-Projekt wurde in drei Phasen umgesetzt, wobei die erste im Jahr 2018 startete und unter anderem neue Delay-Lautsprecher von RCF im Oberraung und die Vordachebene brachte. In Phase zwei wurden 2019 etwa 120 neue RCF-Lautsprecher im Unterrang und 70 weitere in der Vordachebene installiert, zusammen mit acht Doppel-21-Zoll RCF-Subwoofern auf jeder Seite der Vordachebene.

Phase drei des Projekts wurde im Januar 2020 bewilligt, so dass im Februar die Arbeit begann. Durrell arbeitete Hand in Hand mit United Electric aus Louisville, Kentucky, um das Konzept in die Realität umzusetzen. Als die Pandemie ab März weltweit die Arbeits- und Materialkosten in die Höhe trieb, hielt das Design- und Installationsteam mit Hilfe von Lieferanten und Herstellern, darunter auch RCF, konsequent die Bauzeiten ein.

Entscheidend für die Klangqualität waren die maßgefertigten Lautsprecher von RCF, die in der dritten Phase des Ausbaus eine wichtige Rolle spielten.

Entscheidend für die Klangqualität waren die maßgefertigten Lautsprecher von RCF, die in der dritten Phase des Ausbaus eine wichtige Rolle spielten. Der italienische Hersteller lieferte Lautsprecher mit der Modellbezeichnung HVL 15-L1 und dem Modell HVL 15-P1 als maßgeschneiderte Produkte, die speziell für PBS nach Durrells Spezifikationen hergestellt wurden. Die maßgeschneiderten Lautsprecher wurden durch Serienmodelle P 4228, P 3115T und P 6215 als Downfill ergänzt.
Die HVL 15-L1-Lautsprecher basieren auf einem horngeladenen symmetrischen Design und sind mit zwei 15-Zoll-Woofern im Tieftonbereich, 10-Zoll-Mitteltönern und zwei Titan-Kompressionstreibern mit 4-Zoll-Schwingspulen bestückt, alle mit Neodym-Magneten ausgestattet. Mit einem Frequenzgang von 43 Hz - 18.000 Hz (-10 dB) werden die Drei-Wege-Boxen im Bi-Amped betrieben und können einen maximalen Schalldruck von 133 dB (LF) und 145 dB (MHF) erzeugen. Das horizontale Abstrahlverhalten beträgt 90°, das vertikale Abstrahlverhalten beträgt 30°.

Die HVL 15-P1-Lautsprecher, die RCF für die PBS-Installation gebaut hat, weisen viele der gleichen Konstruktionsmerkmale auf wie die HVL 15-L1. Sie arbeiten im gleichen Frequenzbereich und verwenden ein symmetrisches Bi-Amped-Horndesign und eine passive Filterung zwischen dem Mittel- und Hochtonbereich. Ausgestattet mit den gleichen Schallwandlern der neuesten Generation wie die HVL 15-L1, unterscheiden sich die 15-P1 dadurch, dass sie ein Abstrahlverhalten von 60° x 30° bieten.

Die HVL 15-P1 meistern die akustischen Herausforderungen eines Stadions und sorgen für eine gleichmäßige Abstrahling und hohe Sprachverständlichkeit an jedem Sitzplatz. Durrell verbrachte viel Zeit mit der Analyse der Q-Werte, die für das System erforderlich sind, und ließ die maßgeschneiderten RCF-Lautsprecher entsprechend bauen. Q ist der Richtwirkungsfaktor des Lautsprechers.

„Die Berücksichtigung des Bündelungsmaßes Q ist für das Management von Reflektionen in einer Stadionumgebung unerlässlich", sagt Horrell. "Q ist natürlich, ganz einfach ausgedrückt, der 'Richtwirkungs'-Wert des Lautsprechers - wie weit der Ton vom Lautsprecher weggetragen wird. Das Design der richtigen Q-Werte im PBS war unsere größte Herausforderung, und mit den maßgeschneiderten RCF-Lautsprechern, die genau nach unseren Vorgaben gebaut wurden, haben wir ein System geschaffen, bei dem man, egal wo man sitzt, nicht von einem Lautsprecher gestört wird, der eigentlich für die Beschallung an einem anderen Ort gedacht ist."

"Die erweiterte Abdeckung in der Sportanlage ist hervorragend, es ist eine ganz neue Erfahrung für unsere Fans."

Scott Simpson, Executive Producer von JungleVision Productions, berichtet, dass sich die RCF-Lautsprecher des neuen Audiosystems in Bezug auf die Klangbalance und die Gesamtabdeckung von ihren Vorgängern unterscheiden. "Die erweiterte Abdeckung in der Sportanlage ist hervorragend, es ist eine ganz neue Erfahrung für unsere Fans. Live-Stadion-Sound ist ein einzigartiges Phänomen, denn es gibt viele harte, reflektierende Oberflächen und weitläufige Räume. Der Gedanke, der in dieses Design eingeflossen ist, kombiniert mit der Anwesenheit der Fans auf den Tribünen, die helfen, unerwünschte Reflexionen zu absorbieren, erweckt das gesamte System zum Leben. Das Paul-Brown-Stadion kann sich nun weiterhin als eine der wirklich großartig klingenden Veranstaltungsorte auf dem Planeten bezeichnen."
Wie das Stadion nun aus der Sicht von John Horrell klingt, kommentiert er wie folgt: "Als wir das System zum ersten Mal vorstellten, war das Publikum zwar klein, aber es war sehr enthusiastisch. Wir waren alle total begeistert, wie gut das System klang. Es hatte Punch, und nichts war zu sehr komprimiert. Die Linearität war großartig und rief Emotionen hervor - eine Präsenz, die alle bewegte und begeisterte. OK, ich bin ein analoger Typ, aber das ist schwer aus einem digitalen Produkt herauszuholen. Außerdem hat es eine Dynamik, die es zu einem der besseren Systeme in der NFL macht. Mit Line Arrays hätten wir das nie geschafft, und angesichts der Historie sollte das Ganze noch 20 Jahre oder länger halten."

"Wir alle hier und in Italien empfanden dieses Projekt als sehr wichtig für die Moral aller Beteiligten"

Unter der Leitung von CEO Arturo Vicari arbeitete das RCF-Team in Italien engagiert daran, die Lautsprecher zu entwickeln, zu bauen und pünktlich ins Paul Brown Stadium zu liefern. "Wir alle hier und in Italien empfanden dieses Projekt als sehr wichtig für die Moral aller Beteiligten", sagt RCF USA National Sales Manager Tarik Solangi. "Mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit aller am Arbeitsplatz zu gewährleisten, hat das Unternehmen die Aufgaben bewältigt und unsere Lieferversprechen eingehalten. Abgesehen von dem Virus war unsere größte Herausforderung, unsere Produkte an die anspruchsvollen Anforderungen des Stadions anzupassen."

Das Projekt stellt einen Meilenstein dar, da es den charakteristischen RCF-Sound in eine der prominentesten Sportstätten der USA bringt.

Für CEO Vicari stellt das Projekt einen Meilenstein dar, da es den charakteristischen RCF-Sound in eine der prominentesten Sportstätten der USA bringt. "Alles in allem", so vertraut er an, "war es eine große Herausforderung für uns angesichts der Komplikationen, die durch die Pandemie entstanden sind. Ein großes Lob gebührt allen Teams auf beiden Seiten des Atlantiks, die die Aufgabe dennoch mit perfekter Organisation und Koordination ausgeführt haben. Das Projekt war ehrgeizig, selbst wenn man es durch die Brille einer Welt vor COVID-19 betrachtet. Die entschlossene und termingerechte Durchführung im Kontext der heutigen Herausforderungen ist ein Beleg für die Bemühungen aller Beteiligten."
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